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Überblick über die gängigsten Fliesenarten

Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten Fliesenarten

vor, um Ihnen einen ersten, kurzen Überblick zu geben. Diese Informationen ersetzen natürlich nicht die persönliche Beratung. Sprechen Sie uns bei Detailfragen gerne an.

Steingutfliesen

Beispiel: Steingutfliesen
Bildquelle: AGROB BUCHTAL

Steingutfliesen werden hauptsächlich in Bädern als Wandfliesen verarbeitet. Das keramische Material ist sehr dekorativ und lässt sich gut bearbeiten, es ist aber nicht so belastbar und langlebig, wie andere Materialien. Die Oberfläche von Steingutfliesen ist glasiert und porös, daher nicht frostsicher. Von einer Verlegung im Außenbereich ist abzuraten.

Steinzeugfliesen

Beispiel: Steinzeugfliesen
Bildquelle: AGROB BUCHTAL

Steinzeugfliesen (mitunter auch Spaltplatte genannt) gibt es in glasiert und unglasiert. Die unglasierte Variante hat nahezu kein Wasseraufnahmevermögen und ist frostbeständig. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz von unglasierten Steinzeugfliesen besonders im Außenbereich, beispielsweise als Terrassenbelag. Weil das Material zudem eine hohe Festigkeit besitzt und äußerst strapazierfähig und fleckenresistent ist, eignen sie sich ebenfalls hervorragend für die Verlegung in stark belasteten Bereichen, in Küchen und Kantinen. Bei der glasierten Variante lässt sich keine generelle Empfehlung zur Verwendungsform treffen, hier muss anhand der Glasierung entschieden werden, in wie weit eine Rutsch- und Abriebfestigkeit gegeben ist.

Feinsteinzeug

Beispiel: Feinsteinzeug-Fliese
Bildquelle: AGROB BUCHTAL

Feinsteinzeug ist aufgrund seiner ausgezeichneten Eigenschaften das meist verwendete Material. Es ist äußerst stabil, strapazierfähig und langlebig, fleckresistent, wasserabweisend und frostsicher. Es eignet sich zur Verlegung an Wand und am Boden, im Innen- und Außenbereich. Auch hier gibt es glasierte und unglasierte Varianten. Glasiertes Feinsteinzeug ist zwar gegenüber glasierten Steinzeugfliesen frostsicher und hat eine bessere Bruchsicherheit, dennoch entscheidet auch hier die Art der Glasur über die vorhandene Rutsch- und Abriebfestigkeit. Ein entscheidender Vorteil von glasiertem Feinsteinzeug liegt in der Vielfalt der Optiken und Dekore. Somit lassen sich wunderschöne Oberflächen, beispielsweise in Holz- oder Steinoptik, oder außergewöhnliche Farbeffekte erzielen. Hat die Feinsteinzeug-Fliese eine glänzende Oberfläche, so wurde diese beim Herstellungsprozess mechanisch poliert. Es wird empfohlen, polierte Fliesen im Küchen- oder Kantinenbereich vor dem ersten Einsatz zu imprägnieren, da sich durch das Herstellungsverfahren mikrofeine Öffnungen in der Oberfläche gebildet haben, in denen sich Schmutz festsetzen kann.

Cotto

Cotto-Fliesen werden nicht maschinell, sondern einzeln von Hand angefertigt und zwar überwiegend im Mittelmeerraum. Sie besitzen die Eigenschaften einer unglasierten Steingutfliese. Cotto-Fliesen bestehen in der Regel aus Ton, die Oberfläche ist rau und porös und keine Fliese gleicht der anderen. Fans von mediterranem Ambiente kommen mit diesem Material voll auf ihre Kosten. Hervorzuheben ist, dass Cotto in der unglasierten Variante ein wunderbarer Wärmespeicher ist und die Luftfeuchtigkeit eines Raumes angenehm reguliert. Auch die Schallreflektion wird wohltuend gedämmt. Die glasierte Variante ist zwar pflegeleichter, allerdings ist die Wärmerspeicher-Funktion um einiges reduziert. Unbehandelte Cotto-Fliesen werden nach dem Verlegen imprägniert, mit den Jahren verändert sich die Oberflächenfärbung und gewinnt an Schönheit dazu. Aufgrund ihrer Porösität und der hohen Wasseraufnahmefähigkeit sind Cotto-Fliesen bei unseren klimatischen Verhältnissen (Frostperioden) leider nur bedingt im Außenbereich einsetzbar.

Naturstein

Beispiel: Naturstein
Bildquelle: MAGNA Naturstein

Naturstein wird in Steinbrüchen abgebaut, in der Weiterverarbeitung auf Maß gesägt und teilweise in der Oberfläche behandelt. Das natürliche Material ist pflegeintensiv, belohnt jedoch dafür mit einer reizvollen Optik. Die von der Natur über Jahrhunderte gegebenen Farbunterschiede und Unebenheiten machen das Material besonders wert- und reizvoll. Als Natursteinfliesen werden nur die Formate bezeichnet, die eine Stärke von 12 mm nicht überschreiten. Darüber hinaus gehende Stärken nennt man Naturstein-Platten.

Die gängigsten Natursteinsorten sind Basalt, Granit, Kalkstein, Marmor, Quarzit, Schiefer, Sandstein und Travertin. Bis auf Marmor (wenige Ausnahmen) ist Naturstein sowohl für die Verlegung im Innen- als auch im Außenbereich geeignet.

Glasfliesen

Beispiel: Glasfliesen
Bildquelle: KERATEAM

Glasfliesen sind äußerst pflegeleicht und hygienisch. Sie zeichnen sich durch eine brillante Farbvielheit aus, die, je nach Lichteinfall, wunderschöne Reflexionen zaubern. Häufig werden Glasfliesen in Form von Mosaiksteinchen als Bordüre in eine Fliesenfläche mit eingearbeitet, um farbige Akzente zu setzen. Die Oberfläche ist glatt, hart und porenfrei. Die Bruchgefahr bei der Verlegung von Glasfliesen ist etwas größer und bedarf den Einsatz von Spezialwerkzeug sowie besondere Kleber und Fugenmörtel.